onOffice, Propstack, FlowFact — Maklersoftware aus Website-Sicht verglichen

onOffice, Propstack und FlowFact im Vergleich: Welche Maklersoftware sich wie gut an die eigene Website anbinden lässt — Schnittstellen und Wege.

Maklersoftware wird fast immer nach innen ausgesucht: Wie gut verwaltet sie Adressen, wie sauber laufen Aufgaben, wie schnell ist ein Exposé erstellt? Das ist richtig — greift aber zu kurz. Denn dieselbe Software entscheidet mit darüber, wie Ihre Objekte im Internet erscheinen, ob Google sie überhaupt findet und wie viel Aufwand die Pflege Ihrer Website dauerhaft verursacht. Dieser Beitrag vergleicht onOffice, Propstack und FlowFact aus genau dieser Perspektive: nicht als CRM, sondern als Datenquelle für Ihre eigene Website.

Warum die Softwarewahl Ihre Sichtbarkeit mitbestimmt

Ihre Website lebt von Inhalten, die sich ständig ändern: neue Objekte, geänderte Preise, verkaufte Immobilien. Diese Inhalte entstehen nicht auf der Website, sondern in Ihrer Maklersoftware. Wie sie von dort nach draußen kommen, ist eine technische Entscheidung mit direkten Folgen für Ihre Auffindbarkeit.

Was die Website von der Software braucht

Drei Dinge muss jede Anbindung liefern, damit sie mehr ist als Kosmetik. Erstens vollständige Objektdaten inklusive Bilder, Grundrisse, Energieausweis-Angaben und Vermarktungsstatus. Zweitens eine verlässliche Aktualisierung, damit ein reserviertes Objekt nicht wochenlang als verfügbar online steht. Drittens — und das wird am häufigsten übersehen — die Möglichkeit, aus jedem Objekt eine echte Unterseite auf Ihrer eigenen Domain zu erzeugen, mit eigener Adresse, eigenem Seitentitel und eigenen Strukturdaten.

Der Unterschied zwischen Anbindung und Einbettung

Viele Maklerseiten zeigen ihre Objekte über ein eingebettetes Fenster eines Drittanbieters. Für Besucher sieht das passabel aus. Für Suchmaschinen existieren diese Objekte auf Ihrer Domain aber schlicht nicht — der Inhalt liegt woanders, die Adresse gehört jemand anderem. Eine echte Anbindung überträgt die Daten dagegen in Ihr eigenes System und erzeugt daraus dauerhafte Seiten. Wie eine solche Objektseite aufgebaut sein sollte, damit sie auch konvertiert, beschreiben wir in Immobilien-Exposés online präsentieren.

Die drei Systeme aus dem Blickwinkel der Website

Alle drei Anbieter sind etablierte Lösungen für den deutschen Markt und alle drei können Objektdaten nach außen geben. Die Unterschiede liegen im Detail — vor allem darin, wie tief und wie flexibel diese Übergabe möglich ist.

onOffice

onOffice enterprise ist im deutschsprachigen Raum das am weitesten verbreitete System und bringt neben dem klassischen OpenImmo-Export eine dokumentierte Programmierschnittstelle sowie einen Marketplace für Erweiterungen mit. Für die Website bedeutet das den größten Spielraum: Objekte, Bilder, Status und in vielen Konstellationen auch Rückkanäle wie Anfragen oder Gesuche lassen sich abbilden. Was das konkret für die Website-Praxis bedeutet, haben wir in onOffice als Gamechanger für die Makler-Website ausführlich beschrieben.

Propstack

Propstack ist der jüngste der drei Anbieter und von Beginn an webbasiert konzipiert. Das System richtet sich stark an professionell arbeitende Büros und bietet eine moderne REST-Schnittstelle. Für die Website ist das grundsätzlich günstig, weil moderne Schnittstellen sauber strukturierte Daten liefern und sich gut automatisiert abfragen lassen. Wichtig ist die Klärung im Einzelfall, welche Felder und Medien Ihr gebuchtes Paket tatsächlich freigibt.

FlowFact

FlowFact gehört zu den lange etablierten Namen am deutschen Markt und wird in unterschiedlichen Generationen und Produktlinien eingesetzt. Genau das ist bei der Website-Anbindung der entscheidende Punkt: Welche Schnittstellen zur Verfügung stehen, hängt spürbar davon ab, welche Version und welches Paket im Einsatz sind. Vor jedem Website-Projekt sollte deshalb geklärt werden, ob nur der Standardexport oder auch eine programmierbare Schnittstelle verfügbar ist.

Der Vergleich in der Übersicht

Die folgende Tabelle bewertet ausschließlich Kriterien, die für die eigene Website relevant sind. Bewusst ausgeklammert bleiben Preise: Alle drei Anbieter kalkulieren nutzer- und paketabhängig und veröffentlichen keine belastbaren Pauschalen — verbindliche Zahlen bekommen Sie nur im individuellen Angebot.

Kriterien mit Website-Bezug

KriteriumonOfficePropstackFlowFact
OpenImmo-Export (Branchenstandard)vorhandenvorhandenvorhanden
Programmierschnittstelle (API)dokumentierte API, Marketplace für Erweiterungenmoderne REST-APIabhängig von Version und Paket
Eigene Objektseiten auf Ihrer Domain möglichja, bei echter Anbindungja, bei echter Anbindungja, sofern eine Schnittstelle verfügbar ist
Fertiges Einbett-Widget als Schnelllösungverfügbarverfügbarverfügbar
Übertragung von Bildern und Grundrissenvollständigvollständigpaketabhängig prüfen
Rückkanal für Anfragen aus Website-Formularenüber API umsetzbarüber API umsetzbarim Einzelfall zu klären
Typischer Aufwand der Erstanbindungmittel, gut dokumentiertmittel, saubere Datenstrukturhöher, weil Vorklärung nötig
Verbreitung im deutschsprachigen Marktsehr hochwachsendhoch, historisch gewachsen

Wie Sie die Tabelle lesen sollten

Die Zeile, die am meisten über Ihre spätere Sichtbarkeit aussagt, ist nicht die Verbreitung, sondern die dritte: Entstehen aus Ihren Objekten echte Seiten auf Ihrer Domain? Diese Möglichkeit besteht bei allen drei Systemen — sie wird nur häufig nicht genutzt, weil das Einbett-Widget schneller eingerichtet ist. Die Software ist in diesem Punkt selten der Engpass; die Entscheidung beim Website-Projekt ist es.

Die drei Wege der Anbindung

Unabhängig vom Anbieter gibt es im Wesentlichen drei technische Varianten. Ihre Wahl hat mehr Einfluss auf den Erfolg der Website als die Wahl der Software selbst.

Weg 1: OpenImmo-Export

OpenImmo ist das etablierte Austauschformat der deutschen Immobilienbranche und wird von praktisch jeder Maklersoftware unterstützt. Der Export liefert Objektdaten samt Bildern in strukturierter Form, aus der sich vollwertige Objektseiten erzeugen lassen. Der Vorteil: Das Format ist herstellerunabhängig — ein späterer Softwarewechsel bedeutet nicht automatisch eine neue Website. Der Nachteil: Es ist eine Einbahnstraße, Rückkanäle für Anfragen sind so nicht abbildbar.

Weg 2: Programmierschnittstelle

Eine API erlaubt gezielte, aktuelle Abfragen und in beide Richtungen laufende Prozesse: Objekte auf die Website, Anfragen und Interessenten zurück in die Software. Das ist die aufwendigere, aber deutlich leistungsfähigere Variante — und die Voraussetzung dafür, dass Formularanfragen ohne Zwischenschritt im richtigen Datensatz landen. Was eine Website darüber hinaus können muss, damit sich der Aufwand rechnet, steht in Was eine Makler-Website können muss.

Weg 3: Eingebettetes Widget

Die schnellste Lösung und in fast allen Fällen die teuerste auf Sicht. Die Objektliste wird als fremdes Fenster in Ihre Seite gesetzt, Einrichtung in Minuten. Was fehlt: indexierbare Objektseiten, eigene Seitentitel, passende Strukturdaten, gestalterische Kontrolle. Sinnvoll ist dieser Weg nur als Übergangslösung — etwa, wenn die Website ohnehin in absehbarer Zeit neu gebaut wird.

So entscheiden Sie richtig

Die ehrliche Antwort auf die Frage, welche Software die beste ist, lautet: Für die Website ist keines der drei Systeme ein Ausschlusskriterium. Entscheidend ist, was Sie beim Kauf und beim Website-Projekt vereinbaren.

Fünf Fragen an jeden Anbieter

Erstens: Ist ein OpenImmo-Export in meinem Paket enthalten oder kostet er extra? Zweitens: Steht eine dokumentierte Programmierschnittstelle zur Verfügung, und in welchem Umfang? Drittens: Werden alle Medien übertragen — auch Grundrisse, Dokumente und Energieausweis-Angaben? Viertens: Wie schnell erscheint eine Statusänderung auf der Website? Fünftens: Kann ich meine Daten bei einem Anbieterwechsel vollständig und in einem gängigen Format mitnehmen? Fachliche Orientierung und Marktüberblicke zu Softwarethemen bieten unter anderem der IVD und der BVFI.

Datenhoheit als Auswahlkriterium

Software wird gemietet, die Website gehört Ihnen. Diese Asymmetrie sollte Ihre Entscheidung prägen: Je unabhängiger Ihre Website von der jeweiligen Software gebaut ist — also mit eigenen Seiten, eigenen Texten und eigener Struktur statt mit eingebetteten Fremdinhalten —, desto weniger schmerzt ein späterer Softwarewechsel. Bei einer sauberen Anbindung tauschen Sie im Zweifel die Datenquelle aus, nicht die halbe Website.

Was das Budget angeht

Eine professionell gebaute Makler-Website liegt bei 3.000 bis 5.000 Euro einmalig, die laufende Betreuung inklusive Überwachung der Schnittstelle bei 25 bis 42,50 Euro im Monat. Die Lizenzkosten Ihrer Maklersoftware kommen unabhängig davon obendrauf. Wie sich diese Posten zueinander verhalten und welche Position ab dem zweiten Jahr wirklich zu Buche schlägt, rechnen wir in Was kostet eine Website für Immobilienmakler? durch. Den Gesamtrahmen liefert unser Leitfaden zur Website für Immobilienmakler.

Wir bei webentwickler.io binden Makler-Websites an die Software an, die Sie bereits nutzen — über OpenImmo oder über die Schnittstelle des Anbieters, immer mit dem Ziel echter, eigener Objektseiten statt eingebetteter Fremdinhalte. Wenn Sie wissen möchten, was mit Ihrem konkreten System möglich ist und welcher Weg sich in Ihrem Fall rechnet, schreiben Sie Nina Benfer unter info@webentwickler.io — Sie erhalten eine ehrliche Einschätzung, bevor Sie sich softwareseitig festlegen.

Häufige Fragen

Welche Maklersoftware lässt sich am besten an die eigene Website anbinden?

Für die Website ist keines der drei Systeme ein Ausschlusskriterium — onOffice, Propstack und FlowFact unterstützen alle den OpenImmo-Standard. Den größten Spielraum bieten Systeme mit dokumentierter Programmierschnittstelle, weil damit auch Rückkanäle für Anfragen möglich sind. Entscheidender als die Software ist, ob bei der Website echte Objektseiten auf Ihrer Domain entstehen oder nur ein fremdes Fenster eingebettet wird.

Was ist OpenImmo und warum ist es wichtig?

OpenImmo ist das etablierte Austauschformat der deutschen Immobilienbranche und wird von praktisch jeder Maklersoftware unterstützt. Es liefert Objektdaten samt Bildern in strukturierter Form, aus der sich vollwertige Objektseiten erzeugen lassen. Der große Vorteil: Das Format ist herstellerunabhängig — ein späterer Softwarewechsel zieht deshalb nicht automatisch eine neue Website nach sich.

Reicht ein eingebettetes Objekt-Widget nicht aus?

Für den ersten Eindruck ja, für Ihre Sichtbarkeit nein. Bei einer Einbettung liegt der Inhalt auf einer fremden Domain — Suchmaschinen finden auf Ihrer Seite dann keine einzige Objektseite. Sinnvoll ist dieser Weg nur als Übergangslösung, etwa wenn die Website ohnehin in absehbarer Zeit neu gebaut wird.

Muss ich die Website neu bauen, wenn ich die Maklersoftware wechsle?

Bei einer sauberen Anbindung nicht. Dann tauschen Sie im Wesentlichen die Datenquelle aus, während Struktur, Texte und die aufgebaute Sichtbarkeit erhalten bleiben. Aufwendig wird es nur dort, wo die Website vollständig auf eingebettete Inhalte des alten Anbieters aufgebaut war.

Was kostet die Anbindung an die Maklersoftware zusätzlich?

Bei uns ist die Anbindung Bestandteil des Website-Festpreises von 3.000 bis 5.000 Euro und wird nicht separat berechnet. Die laufende Betreuung inklusive Überwachung der Schnittstelle liegt bei 25 bis 42,50 Euro im Monat. Die Lizenzkosten Ihrer Maklersoftware kommen unabhängig davon hinzu.

Ihr Maklerbüro soll besser gefunden werden?

Webentwicklung & SEO für Immobilienmakler — direkt mit Nina Benfer.

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